


Ich – Christian Bahr
wurde in einer stürmischen Dezembernacht in Buxtehude geboren.
Ein passender Auftakt für mein Leben voller Kontraste.
Über viele Jahre arbeitete ich in internationalen, politischen und sicherheitsrelevanten Kontexten: als Zollkommissar im Hamburger Hafen, als Dozent für Rauschgiftkriminalität, als Berater von Behörden im Auftrag der Europäischen Union. Ich erlebte das zerfallende Russland der 1990er-Jahre vor Ort und patrouillierte mit der United States Border Patrol an der Grenze zwischen San Diego und Tijuana. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf die Welt nachhaltig geprägt. Sie haben mir gezeigt, dass Realität oft dystopischer ist als jede Fiktion – und dass moralische Gewissheiten unter Druck zerbrechen. Kreativität jedoch war stets ein fester Bestandteil meines Lebens. Sprache begleitete mich von frühester Kindheit an. Ich schreibe, seit ich denken kann. Nach über zwanzig Jahren in Hamburg lebe und arbeite ich heute vor den Toren der Hansestadt und pendle regelmäßig zwischen Hamburg und Berlin. Ich bin Träger der Ehrenmedaille der Bundeswehr, Rettungsschwimmer, Judoka mit braunem Gürtel und Autor zahlreicher Fachartikel.
Meine Erfahrungen verarbeite ich auf zwei Wegen: als expressionistischer Maler und als Schriftsteller. In meiner Literatur wie in meiner bildenden Kunst befasse ich mich mit den Abgründen von Macht, Moral und Menschlichkeit – geprägt von meiner Faszination für Geschichte, Politik und Psychologie.
Soviel zum offiziellen Teil. Lassen Sie mich – bezogen auf das Schreiben – noch persönlicher werden…
Was für einen Schreibstil ich bevorzuge…
Mein Schreibstil ist reduziert und konzentriert. Sprache dient nicht der Dekoration, sondern der Präzision. Handlung und Dialog stehen im Mittelpunkt. Mich interessiert der Mensch im Konflikt – das Ungesagte ebenso wie das Gesagte. Spannung entsteht für mich nicht durch Erklärungen, sondern durch Verdichtung.
Ein einziges Wort kann reichen, eine Aneinanderreihung von dreien kann eine ganze Welt öffnen.
Über meinen literarischen Anspruch…
Ich verstehe Literatur als künstlerische Form mit ästhetischer, gesellschaftlicher und politischer Verantwortung. Mich interessieren komplexe Stoffe im Spannungsfeld von Genre, Tragödie und psychologischer Tiefe.